IAA 2017

Die IAA kommt. Und diesmal will ich dabei sein. Vom 14.-24. September 2017 präsentiert die Internationale Automobil-Ausstellung auf dem Messegelände in Frankfurt am Main alles rund um die Themen Automobil und Mobilität.
Warum sollten sich Musiker und Künstler im Speziellen diesmal auch für die IAA interessieren? Ganz einfach: Gerade jetzt nach dem Diesel-Skandal ist endgültig klar, dass es so nicht weitergehen kann. Neue Antriebstechnologien brauchen flächendeckend auch in Deutschland und Europa den großen Durchbruch. Jetzt und nicht morgen. Es geht nicht anders.

Die Reisekosten der Musiker

Für Musiker und Künstler ist die Mobilität ein enorm wichtiges Thema. Wir reisen viel und oft weit. Rund um die ganze Welt. Die Reisekosten sind in unserem Berufsfeld ein Kostentreiber. Sie gehören in jede persönliche Kalkulation bei Verhandlungen der Gagen. Bei großen Veranstaltungen und großen Veranstaltern werden die Reisenkosten in der Regel als Teil der Gage ausgehandelt. Bei kleinen Veranstaltungen und entsprechende kleineren Veranstaltern gibt es das oft nicht – oder die ganze Mini-Gage gilt gleich als reine Spritgeldpauschale. Wie sieht das also in Zukunft mit den Stromsprit-Kosten für Musiker und Künstler aus? Und welche Fahrzeuge wird es überhaupt zum Reisen geben, die für Musiker und Künstler tauglich sind?


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Transportfahrzeuge mit Elektromotor?

Die Elektromobilität wird seit Jahren diskutiert. Schwierigster Punkt: Die Akkus, die Akku-Ladezeiten und die sich bietende Fahrzeit am Stück. In der Berichterstattung geht es dabei immer nur um die „normalen“ PKW für den Alltag. Doch wie ist es bei Transportfahrzeugen? Welche Reichweiten mit welchem Tempo schafft ein Kastenwagen, mit dem ein Solo-Künstler alleine mit seinen Instrumenten unterwegs ist? Wie sieht das bei einem Van oder Tourbus für eine ganze Band aus? Wie sollen Akkus einen Elektro betriebenen Nightliner der großen Acts im Showgeschäft antreiben? Und wie die Lastwagen für die gesamte Veranstaltungstechnolgie? Meiner Meinung nach, sind das enorm wichtige Fragen, mit der sich die Künstlerfamilie und Veranstaltungsbranche lieber früher als zu spät auseinandersetzen und sich auch zu Wort melden sollte. Sonst sind die Bedürfnisse von Musikern und Künstlern on the road nämlich die Letzten, für die die Automobilindustrie Fahrzeuge mit neuen Antrieben schaffen wird. Und das wäre alles andere als gut…

Vielleicht greife ich später auch mal das Thema „Automobil-Industrie & Sound Design“ auf. Für viele Autofreaks ist die Stärke eines Fahrzeugs ja auch seinem Sound zu erkennen. In der Formel 1 ist das bekanntlich ein großes Thema. Wie sieht das Berufsfeld eines Sound Designers in der Automobil-Branche aus? Sind Sound Designer im Zuge der Elektro-Mobilität bei den Autoherstellern vielleicht gefragter als je zuvor?

av, 24.08.2017