Musikmesse 2018

Die Musikmesse in Frankfurt am Main 2018 kommt. Vom 11. bis 14. April 2018 tummelt sich wieder (fast) alles was Rang und Namen hat in der Musikbranche auf dem Messegelände rund um die berühmte Festhalle. Die Stars und Könner präsentieren sich und ihre Instrumente in Workshops und Meisterklassen.
Es gibt kaum einen anderen Ort, an dem die Fans der Instrumentalprofis ihren Idolen in solcher Vielzahl so nahe kommen können, wie hier. Die Internationale Messe für Musikinstrumente und Noten, Musikproduktion und Musikvermarktung , und die wie immer zeitgleich laufende Prolight + Sound, hat in diesem Jahr allerdings einen interessanten Wechsel im Hintergrund zu bieten. Statt Wolfgang Lücke, dem langjährigen Direktor, verantwortet nun Wolfang Weyand, als Leiter der Abteilung Business Relations & Entertainment, das gesamte Rahmenprogramm der Musikmesse und Prolight + Sound. Wolfgang Weyand verfügt über einen immens großen Erfahrungsschatz in Sachen Event- und Entertainmentgeschäft. Er war unter anderem einst Macher des beliebten „Sounds of Frankfurt“. Es wird also spannend zu sehen, ob der neue Kopf der Musikmesse einen frischen Wind durch die Klanghallen wehen lässt, und ob sich neue Impulse bereits in diesem Jahr sichtbar und hörbar durchsetzen.


Zur Webseite der Musikmesse Frankfurt

Die Mission geht weiter: Musikinstrumente für Menschen mit Handicap

Ich erinnere daran, dass ich ja seit einigen Jahren auf der Musikmesse Frankfurt unterwegs bin, um zu recherchieren, ob es Instrumentenhersteller gibt, die Musikinstrumente speziell für Menschen mit Handicap bauen. Abseits des Massenmarktes findes sich nämlich nur extrem wenige, kleine Firmen, die sich eher mit dem Umbau von Instrumenten für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen beschäftigen, während es ansonsten eher zufällig Instrumente mit Features gibt, die bei einem Handicap hilfreich sind.
Mittlerweile bekomme ich aber tatsächlich bereits über das ganze Jahr immer mal wieder Mitteilungen von Herstellern, die selbst über Wege im Produktionsprozess von Instrumenten nachdenken, wie man diese ohne Kostenexplosion auch in kleinen Stückzahlen entsprechend modifizieren könnte. Das sind gute Nachrichten.
Da bisher die meisten Musiker mit Handicap oder Menschen mit Handicap, die gerne ein Instrument erlernen möchten, sich selbst nach findigen Tüftlern umschauen müssen, die ihnen dabei helfen, das gewählte Instrument für sie umzubauen, so dass es von ihnen gespielt werden kann, wäre es ein enorm großer Fortschritt, wenn gerade auch die großen Instrumentenhersteller hier einen Markt für sich entdecken, bei dem es einmal nicht ausschließlich um den größtmöglichen Umsatz sondern um Unterstützung und Teilhabe geht.
Fast alle Hersteller, mit denen ich je ins Gespräch zum Thema „Musikinstrumente für Menschen mit Handicap“ kam, haben dafür ein offenes Ohr. Ich hoffe, es gelingt mir weiterhin die Sinne der Hersteller zu schärfen, auch über Angebote spezieller Umbaumöglichkeiten und Optimierungen auf Nachfrage nachzudenken.

av, 26.02.2018

Schreibe einen Kommentar